Funktionen der Rückenmuskulatur

Mediziner und Therapeuten sind sich heute einig, dass ein gesunder Rücken zuerst auf einer gesunden Rückenmuskulatur beruht. Dabei ist aber nicht nur von den oberflächlich sicht- und fühlbaren Muskeln die Rede. Ganz im Gegenteil - die Rückenmuskulatur besteht aus einem komplexen Geflecht verschiedener Muskelgruppen. Und deren Zusammenspiel umfasst sogar die Bauchmuskeln. Einer der wichtigsten Bestandteile ist die autochthone Rückenmuskulatur. Dabei handelt es sich um die Muskeln, welche entlang der Wirbelsäule vom Kopf bis ins Becken verlaufen. Deren Funktion besteht darin, die Wirbelsäule zu stützen und zu stabilisieren. Oft wird die autochthone Rückenmuskulatur auch als tiefe Rückenmuskulatur bezeichnet. Parallel dazu sind in die Bewegungen des Rückens noch andere Muskelgruppen eingebunden. Dazu zählen die längs verlaufenden Rumpfmuskeln, die unter der Hautoberfläche in Erscheinung treten.

Bezüglich ihrer Funktionalität lassen sich klar zwei Gruppen der Rückenmuskulatur unterscheiden: Auf der einen Seite Muskeln, deren Hauptaufgabe in dynamischer Muskelarbeit liegt. Sie sind an Bewegungen des Rückens (Beugen, Seitwärtsdrehen etc.) beteiligt. Demgegenüber stehen die Muskeln für statische Muskelarbeit, deren Hauptzweck in der stabilisierenden Funktion liegt. Entsteht zwischen den verschiedenen Gruppen der Rücken- und Rumpfmuskulatur ein Ungleichgewicht, sind Rückenbeschwerden in den meisten Fällen die Folge.

Ursache für diese Dysbalancen kann u.a. ein Bewegungsmangel sein. Grund: Die dynamische Muskulatur beginnt sich bei Unterbelastung allmählich zurückzubilden, was letztendlich zu dem bereits angesprochenen Ungleichgewicht führt. Vor diesem Hintergrund wird immer wieder empfohlen, nach Feierabend oder vor dem Gang ins Büro mit Sport oder Rückengymnastik gegen den Bewegungsmangel aktiv zu werden. Wer vom Bürostuhl über den Autositz einfach wieder auf der Couch landet, braucht sich nach einigen Jahren nicht über den zunehmenden Schmerz im Rücken wundern.