Langzeitschäden

Früh genug erkannt lassen sich Rückenbeschwerden behandeln und Schmerzen lindern. Was geschieht aber, wenn es für eine erfolgreiche Therapie zu spät ist? Und wie sehen die Langzeitfolgen aus? Diese Frage beschäftigt Patienten dann, wenn sie bereits seit Jahren von Beschwerden geplagt werden, ohne wirksam dagegen vorgegangen zu sein. Werden akute Beschwerden nicht rechtzeitig mithilfe der Rückengymnastik oder anderen Therapiemaßnahmen behandelt, kann daraus ein chronisches Leiden entstehen. Dies gilt nicht nur für Rückenbeschwerden, die ihre Ursache in der Muskulatur haben. Auch wenn die Wirbelsäule falsch belastet wird, droht ein chronisches Leiden. Für den Alltag bedeutet dies einen wachsenden Verlust der gewohnten Mobilität und dauernde Schmerzen. Am Ende droht im schlimmsten Fall sogar die Arbeitsunfähigkeit.

Die Spätfolgen von Rückenbeschwerden können aber noch ganz anderer Natur sein. So sind langfristig Deformationen im Bereich der Wirbelsäule möglich. Kann die Muskulatur nicht mehr ihrer Stützfunktion in ausreichendem Maße nachkommen, wird dieses Problem akut. Ein Beispiel für Deformationen der Wirbelsäule wäre der Buckel oder die Kyphose. Dabei wölbt sich die Brustwirbelsäule nach außen. Das Gegenstück dazu wäre die Lordose oder das allgemein bekannte Hohlkreuz. Parallel dazu entwickelt sich ein Teufelskreis, da Deformationen unter Umständen neue Haltungsfehler verursachen. Diese Kette setzt sich aber nicht nur im Bereich der Wirbelsäule fort. Unter Umständen können von Deformationen auch innere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden.

Langzeitschäden bleiben auch bei falschen Belastungen und Überbelastungen der Wirbelsäule nicht aus. Nutzt sich etwa die Bandscheibe zu stark ab, können Schäden der Nerven die Folge sein. Letztere ziehen unter anderem sogar Dysfunktionen von Darm oder den Geschlechtsorganen nach sich. Um Langzeitschäden vorzubeugen, empfiehlt sich auf der einen Seite natürlich die regelmäßige Anwendung der Rückengymnastik. Auf der anderen Seite ist der regelmäßige Check beim Arzt angebracht, um herauszufinden, wie gesund der eigene Rücken eigentlich noch ist.