Was macht unseren Rücken krank?

Der menschliche Rücken trägt im Alltag ohne Murren seine Last - zumindest sollte er das. Allerdings hat sich in den vergangenen Jahren ein erschreckender Trend abgezeichnet: Immer mehr Patienten klagen über heftige Rückenschmerzen, die sogar bis zur vollständigen Immobilität der Betroffenen führen. Wie aber entstehen solche Rückenschmerzen? Auf der Suche nach einer Ursache beginnt jeder Arzt zuerst mit der Krankengeschichte. In einem großen Anteil der Fälle findet sich bereits hier die Ursache.

Zu den häufigsten Auslösern von Rückenschmerzen zählen Verspannungen in der Rückenmuskulatur. Stress am Arbeitsplatz, unbequeme Sitzpositionen und Arbeitshaltungen sowie ein mangelnder körperlicher Ausgleich sorgen dafür, dass Muskeln dauerhaft belastet werden und sich nicht mehr entspannen. Die Folge: Das belastete Muskelgewebe wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, es kommt zu Störungen im Zellstoffwechsel und damit am Ende zu Verhärtungen der Muskulatur bzw. Rückenschmerzen. Diese Ursache lässt sich mit einigen Hilfsmitteln wie Massagen oder Rückengymnastik behandeln.

Anders dagegen die Situation, wenn Rückenschmerzen eine anatomische Ursache haben. In diesem Fall ist Hilfe ungleich schwieriger. Sobald Patienten von Erkrankungen des Skeletts oder Verschleiß im Bereich der Knochen geplagt werden, versprechen als letztes Mittel oft nur noch operative Eingriffe Linderung. Neben Muskelverspannungen und anatomischen Ursachen können Rückenschmerzen auch als direkte Folge von Entzündungen auftreten. Zwar ist in diesem Fall eine medikamentöse Therapie möglich - gerade chronische Entzündungen machen den Alltag für Betroffene aber zur Qual. Zu guter Letzt kann ein schmerzender Rücken aber auch als Folge eines Unfalls entstehen, wenn Nerven, Muskulatur oder Sehnen durch die Krafteinwirkung von außen geschädigt werden.